Martigues, Stadt der Kunst und Geschichte

Entdecken Sie das geschichtliche Erbe von Martigues, Stadt der Kunst und Geschichte, von oben.

Von der Kapelle Notre Dame des Marins aus können Sie ein herrliches 360°-Panorama auf die aufs Wasser gebaute Stadt, ihre Kanäle, ihre Brücken und ihre drei Viertel L‘Ile, Jonquières und Ferrières bewundern.

Diese drei Marktflecken, die lange miteinander rivalisiert hatten, jeder mit seiner eigenen Kirche und seiner eigenen Fahne, unterzeichneten am 21. April 1581 ein Schriftstück über ihren Zusammenschluss, das die Gründung der Stadt Martigues besiegelte.
Die Chapelle de l’Annonciade

Die Chapelle de l’Annonciade des Pénitents blancs (17. Jahrhundert), die seit 1910 unter Denkmalschutz steht und einem Restaurierungsprogramm unterzogen wurde, das 2015 beendet wurde, verfügt über eine reiche, in der Basse-Provence einzigartige Innendekoration mit barocken Akzenten: Wände mit Trompe-l'oeil-Malereien, mit Schnitzereien verzierte Wandverkleidungen, vergoldeter Altaraufsatz, venezianische Deckenmalereien und Graffiti aus der Zeit der Französischen Revolution.
Die Galerie de l’histoire de Martigues

Die Galerie de l’histoire de Martigues erzählt in einem 500 m² großen Bereich die Geschichte einer tausendjährigen Stadt und ihrer Einwohner. Durch Videos, schriftliche Dokumente, Fotografien, Modelle und museografische Objekte beleuchtet die Galerie ausführlich die Hauptetappen der Entwicklung von Martigues von den ersten Spuren menschlicher Zivilisation bis zur rasanten Entwicklung der Kommune in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Daneben gewährt sie auch einen Blick auf die Stadt von morgen.
Das Fort de Bouc

An der Mündung des Chenal de Caronte ragen die Gemäuer aus rosa Kalkstein des Fort de Bouc empor, ein bemerkenswertes Zeugnis der Kunst der ersten Militärbaumeister. Als Bauwerk zur Verteidigung und Leuchtturm bewacht es diesen Schifffahrtsweg zwischen dem Golfe de Fos und dem Etang de Berre auf halbem Weg zwischen Marseille und der Rhône.
Die Bastion wurde Anfang des 17. Jahrhunderts auf ehemaligen Befestigungsanlagen aus dem 12. Jahrhundert errichtet. Seit 1993 ist das Fort in Besitz der Stadt Martigues, die es restauriert hat, und zeigt seinen Besuchern ein einzigartiges historisches Erbe.
Es ist nur über den Seeweg erreichbar und steht seit dem 6. Januar 1930 unter Denkmalschutz.
Das Musée Félix Ziem

Der Name Félix Ziems ist eng mit dem der Stadt verbunden. Der für seine Gemälde von Venedig und Konstantinopel bekannte Maler entdeckte Martigues (das Meer und das Licht des Südens) 1840 für sich. Eine seiner Skizzen, „Besuch des Präsidenten Loubet bei den italienischen und französischen Flotten in Toulon“, die 1908 der Stadt übergeben wurde, ermöglichte die Gründung des Museums, angereichert mit Spenden, dem Erbe seines Atelierbestands 1993 und der Anschaffung von Zeichnungen, Notizbüchern und Archiven. Das Wasser, die Architektur, das Licht und seine Reflexe sind konstante Merkmale seines Werkes.
Das Museum zeigt heute unter anderem Gemälde aus der École de Marseille von 1850 bis 1925, fauvistische Landschaften, zeitgenössische Kunst sowie archäologische und ethnische Sammlungen.
 
Église Sainte-Marie-Madeleine

Die am denkmalgeschützten Canal Saint Sébastien liegende Kirche Sainte-Marie-Madeleine öffnet sich hin zur Rue de la République, der Hauptader des Stadtteils l‘Ile. Ihre üppige Fassade, die 1680 fertiggestellt wurde, ist ein schönes Beispiel für die „Marseiller“ Barock-Architektur, wie man sie in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wiederfindet.
Im Inneren gibt es die Orgel des Orgelbauers Moitessier aus Montpellier (1851), Kapellengemälde von Michel Serre und eine Kanzel aus Nussbaumholz (1694) zu entdecken.
Die 15 Jahre andauernde Restaurierungsaktion wurde im Jahr 2000 mit dem Ruban du patrimoine ausgezeichnet.
Seit dem 23. Januar 1947 steht die Kirche unter Denkmalschutz.
PRAKTISCH:

•             Ein Pendelschiff und die Buslinie 20 sorgen für kostenlose Verbindungen zwischen den drei Stadtteilen von Martigues